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Flugplatzausbau Speyer

Das Urteil wird am Mittwoch, den 8. Juli um 14 Uhr verkündet!

Flugplatzbetreiber geben zu, dass der Ausbau nicht der Sicherheit dient!

Die letzte (!?) Runde im Streit um den Ausbau des Verkehrslandeplatzes in Speyer wurde mit dem Gerichtsverfahren vor dem OVG in Koblenz eingeläutet. 3 Tage dauerte der Schlagabtausch, den sich unsere Anwälte mit den Ausbauwilligen gaben.
Am 1. Prozesstag machten sich einige Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde gemeinsam mit Speyerer Bürger sehr früh auf und fuhren mit einem eigens gecharterten Bus nach Koblenz.
Natürlich waren die Gemeinderätinnen der FÖDL alle mit dabei.
So wurde der Zuschauerraum mit Ausbaugegnern gefüllt und wir konnten hautnah die Verhandlung verfolgen. Spannend war es; wir mussten uns um 17.30 Uhr regelrecht losreißen, um die Heimreise wieder anzutreten. Im Bus ging die Diskussion natürlich weiter und am liebsten wären alle auch die beiden nächsten Verhandlungstage mit dabei gewesen.

Um was ging es: Verhandelt wurde über Naturschutzbelange. Es ging unter anderem um eine geschützte Fledermausart, um Eisvogel, Beutelmeise und Grauspecht. Was passiert mit diesen Arten, wenn die schweren Arbeits-Maschinen in den Auwald eindringen um die sogenannte Hindernisfreiheit für die Flugzeuge herzustellen. Am Ende machten die Beklagten ihren geplanten Kahlschlag von 7,1 ha Eichen-Hartholzaue rückgängig. Stattdessen sollen dort „nur“ die Baumkronen per Hubschrauber entnommen werden, damit der im Boden lebende Kammolch nicht durch schwere Maschinen oder herab fallende dicke Äste gefährdet wird. Aber selbst dieses Zugeständnis wird den Auwald nicht retten. Durch den plötzlichen Lichteinfall würde sich das geschützte Bodenleben total verändern. Maiglöckchen und Bärlauch ade! Die geschützte Auwaldflora werde sofort von eingeschleppten kanadischen Goldruten überwuchert, so ein Gutachter.
Streitthema im Prozess waren auch die tatsächlichen Flugbewegungen. Der Flugplatzbetreiber wartete mit viel höheren Zahlen auf, die aber nicht mit den aktuellen Zahlen übereinstimmten. Unsere Anwälte machten klar, dass für die insgesamt 1400 Flüge kein Ausbau von Nöten wäre. Weiter ging es über Flugsicherheit, nicht eingehaltene Platzrunden, Unfallrisiko, Sichtverhältnisse bei Nebel und das Risiko von Vogelschlag.

Am Ende der Verhandlung mussten die Flugplatzbetreiber zugeben, dass der Ausbau nicht der Sicherheit dient, im Gegenteil, für die nähere Umgebung (!) ergibt sich sogar eine Verschlechterung. Es bestehe aber ein großes öffentliches Interesse für Einkommen und Arbeitsplätze wurde von dessen Seite argumentiert. Der Sachverständige Jürgen Mihlan rechnet künftig mit mehr düsengetriebenen Maschinen.

Wie der zuständige Richter die vorgebrachten Argumente und Sachlagen bewertet, bleibt mit Spannung abzuwarten. Am 8. Juli um 14 Uhr wird das Urteil verkündet.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir werden Sie auch weiterhin in Sachen Flugplatz auf dem laufenden halten. Es bleibt uns jetzt nur noch Daumendrücken.


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